Rotschwanz [1]

Rotschwanz [1]

Rotschwanz (Rötling, Erithacus Cuv., Rubicilla Brehm), Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Drosseln (Turdidae), schlanke Vögel mit pfriemenförmigem, an der Spitze mit einem kleinen Häkchen versehenem Schnabel, ziemlich langen Flügeln, mittellangem, fast gerade abgeschnittenem Schwanz und schlanken, hochläufigen, schwächlichen Füßen. Der Hausrotschwanz (Pechrotschwanz, Hüting, Brandvogel, E. titys L.), 16 cm lang, 26 cm breit, ist schwarz, auf Kopf, Rücken, Unterbrust aschgrau, am Bauch weißlich, auf den Flügeln weiß gefleckt, Bürzel und Schwanz mit Ausnahme der beiden mittlern dunkelbraunen Federn des letztern gelblich rostrot. Er bewohnt Mittel- und Südeuropa, Kleinasien und Nordafrika, weilt bei uns von März bis Oktober, überwintert einzeln, ist in Südeuropa Standvogel und dringt beständig weiter nördlich vor. Ursprünglich Felsenbewohner, findet er sich jetzt auch vielfach in Dörfern und Städten und siedelt sich auf Dächern an. Er ist sehr munter und gewandt, wenig gesellig; sein Gesang ist nicht viel wert. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Fliegen und Schmetterlingen. Er nistet von April bis Juli im Gebirge in Felsenlöchern und Ritzen, in der Ebene fast ausschließlich in Gebäuden und legt 5–7 weiße Eier, die beide Eltern bebrüten. Der Gartenrotschwanz (Waldrotschwanz, Rotsterz, Hüting, Baumrotschwänzchen, E. phoenicurus L.), 14 cm lang, 23 cm breit, an Stirn, Kopfseiten und Kehle schwarz, auf der Oberseite aschgrau, an Brust, Seiten und Schwanz hoch rostrot, am Vorderkopf und in der Mitte der Unterseite weiß, bewohnt ganz Europa und Sibirien, lebt auf Bäumen im Wald und im Garten, besonders in der Ebene, weilt bei uns von April bis Oktober und geht im Winter bis Afrika und Südpersien. Er gleicht in der Lebensweise dem vorigen, nistet aber in Baumlöchern und legt im Mai und Juli 5–8 blaugrüne Eier. Man hält ihn häufig in der Gefangenschaft. Zu der Gattung R. gehören auch Nachtigall, Sprosser, Blau- und Rotkehlchen. – R. heißt auch die Steindrossel (s. d.).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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