Gude

Gude

Gude, Hans, norweg. Maler, geb. 13. März 1825 in Christiania, gest. 17. Aug. 1903 in Berlin, kam 1841 nach Düsseldorf, war 1842 Schüler der dortigen Akademie und setzte seine Studien dann besonders unter Schirmers Leitung bis 1844 daselbst fort. 1848 kehrte er in sein Vaterland zurück, ließ sich aber schon 1850 wieder in Düsseldorf nieder, wo er 1854 als Professor der Akademie angestellt wurde. 1864 folgte er einem Ruf als Professor an die Kunstschule in Karlsruhe an Schirmers Stelle. Im Frühling 1880 siedelte er nach Berlin über, wo er das akademische Meisteratelier für Landschaftsmalerei übernahm. Vorzüge seiner Bilder, deren Stoffe er zumeist seiner norwegischen Heimat entnahm, sind große Natürlichkeit und Klarheit der Motive, wohlstudierte Zeichnung des Details und eine durch kräftige Farbe und gewandte Technik unterstützte harmonische Gesamtwirkung. Seine Spezialität waren Strandbilder, denen eine eigentümliche Beleuchtung durch die hinter einer Wolkenschicht verdeckte Sonne einen fesselnden Reiz verleiht. Sein Kolorit ist außerordentlich flüssig und wird daher den feinsten Luftwirkungen auf der Meeresfläche gerecht. Die vorzüglichsten seiner Werke sind: norwegischer Fjord mit hohen Bergen; Hochebene mit Renntieren im Vordergrund; Gewitter auf einer norwegischen Hochebene; norwegische Sägemühle; Brautfahrt auf dem Hardangerfjord; Fischer auf einem norwegischen Binnensee (mit Figuren von Tidemand, Berliner Nationalgalerie); vier große Abendbilder nach Szenen aus der Frithjofssage, für die Villa Oskarhall des Königs von Schweden bei Christiania; auf das Gebirge ziehende Sennermädchen; nächtlicher Fischfang in Norwegen (mit Figuren von Tidemand, Akademie in Wien); ein norwegischer Waldsee im Mondschein; landende Fischer (in der Dresdener Galerie); Hochgebirgsbild mit Renntieren; der Mjösensee; ein Leichenbegängnis im Sognefjord (Figuren von Tidemand); Morgenlandschaft mit einem Wasserfall; nordischer Sommerabend; Sommertag am Überlinger See; Meeresstille an der norwegischen Küste (im Walraf-Richartz-Museum zu Köln); in Sicht der norwegischen Küste; die Heide von Listen im südlichen Norwegen; am Strande von Rügen mit heimkehrenden Fischern (im Museum zu Breslau); Sommerabend im Christianiafjord; ausziehender Sturm an der norwegischen Küste; Segelregatta bei Horten; Molde am Romdalsfjord; Wikingerschiffe im Sognefjord (1893) und Nach dem Sturm (beide in der Berliner Nationalgalerie); Ranza Castle in Schottland. Er erhielt 1861 die große goldene Medaille der Berliner Ausstellung und war Mitglied mehrerer Kunstakademien. 1901 legte er sein Lehramt nieder. Vgl. Dietrichson, Af Hans G. liv og vaerker (Christiania 1899).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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