Traduzĭanismus

Traduzĭanismus

Traduzĭanismus (lat.), die in der Dogmatik im Gegensatz zum Kreatianismus (s. d.) auftretende Lehre, nach der bei der Entstehung des menschlichen Lebens auch die Seele nur als mittelbare göttliche Schöpfung in Betracht kommt. So lehren nach dem Vorgang Tertullians und im Interesse an der Erbsünde die Lutheraner, doch nicht in dem Sinn einer Entstehung der Seelen aus physischer Zeugung (ex traduce), sondern nur mittels ihrer als Fortleitung des in Adam eingesenkten Keimes (per traducem).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Traduzianismus — Traduzianịsmus   der, , altchristliche Form des Generatianismus. * * * Tra|du|zi|a|nịs|mus, der; [zu spätlat. traducianus = übertragend, vererbend, zu lat. tradux = Weinranke, zu: traducere, ↑Traduktion]: spätantike u. frühchristliche, später… …   Universal-Lexikon

  • Traduzianismus —    (spätlat. ”tradux“ = körperliche Fortpflanzungssubstanz, Samen), die im kirchlichen Altertum u. a. von Tertullian († um 220) vertretene Auffassung, der menschliche Leib und die Seele gingen beim Zeugungsakt derart von den Eltern auf das Kind… …   Neues Theologisches Wörterbuch

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  • Feinstofflich — Der Begriff Feinstofflichkeit bezeichnet die Vorstellung einer Form von Materie („Feinstoff“), welche feiner und beweglicher vorgestellt wird, als die grobstoffliche Materie, welche die sichtbaren Körper bildet. Der Feinstoff steht damit zwischen …   Deutsch Wikipedia

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  • Immateriell — Die Eigenschaft immateriell (lateinisch immaterialis: unstofflich, unkörperlich, geistig) wird je nach Fachgebiet mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Philosophie: Hier versteht man was nicht stofflich existiert z. B. im Neuthomismus… …   Deutsch Wikipedia

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