Wanderbibliotheken für Blinde

Wanderbibliotheken für Blinde

Wanderbibliotheken für Blinde. Die bedeutenden Kosten, die der Druck von Büchern in Braïlle-Schrift (s. Blindendruck) erfordert, hat die Vorstände der Blindenbibliotheken veranlaßt, passend ausgewählte Werke in Blindenschrift abschreiben zu lassen durch Personen, die ohne Entgelt sich in den Dienst der guten Sache stellen. Die so hergestellten Werke zirkulieren vierteljährlich unter den Blindenvereinen. Leipzig liefert z. B. hauptsächlich deutsche Klassiker und Operntexte in Blindenschrift. Hamburg, Wien, Zürich, Mailand, Rotterdam, Stockholm und London haben Zentralbibliotheken für die entsprechenden Länder. Die Pariser Blindenbibliothek hat 20,000 Bände und 2500 Musiknotenbücher (vgl. Notenschrift für Blinde). Die größte Zentralbibliothek ist die Bostoner. Für die altklassischen Sprachen sorgt besonders Oxford. Der internationale Studentenverein für Blinde in Genf besorgt auch den Bücheraustausch unter seinen Mitgliedern.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Notenschrift für Blinde — wurde von dem blinden Louis Braille (s. d. und Blindendruck) um 1836 erfunden und ist heute international. Mit ihrer Hilfe kann der Blinde zwar nicht vom Blatt spielen, wohl aber beim Erlernen den Vorspieler entbehren, kann Stücke, die er gelernt …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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